Rückblicke

auf Pilzausstellungen, Seminare und sonstige Vereinsaktivitäten bis 2013.
Allgemeine Informationen für Pilzfreunde.

   Pilzausstellungteam am Porlingstisch, Schloss Wolfenbüttel, Renaissancesaal 04.10.2008

 






 Leitung /Konzept
 der Pilzlehrschau 2003 - 2013:
 Marion Franke-Sochacki,
 geprüfte Pilzsachverständige
 der DGfM e.V.
 Kontakt-
 Handy: 0170/2819886
 E-Mail: m-franke-sochacki@t-online.de

Zottiger Birkenmilchling und Fliegenpilz
leben hier in Symbiose mit Birke. Wie auch andere
Gehölze kann die Birke gleichzeitig mit einer
Vielzahl von Pilzarten Lebensgemeinschaften eingehen.


       
Hartmut Buttler, 1.Vorsitzender
des Vereins 2004-25.02.2014, beeindruckt durch Artenkenntnis und ist Fachmann für Pilzzucht.

  Klaus Bornstedt, geprüfter Pilzsachverständiger - DGfM, betreute 2012 u. 2013 die Station "Speisepilze und ihre giftigen Doppelgänger".   Christian Csomor, langjähriges Vereinsmitglied, begeisterte 2010 und 2011 mit Lichtbildvorträgen
zum Thema Frühjahrspilze.

  Tanja Vollmar war viele Jahre vor allem an der Station "Bauch-und Gallertpilze" präsent und zeigte sich stets gegenüber allen Fragen der Besucher aufgeschlossen.  
       
Angelika und Andreas Grüttner kennen sich in den Pilzgründen der Heide bestens aus und brachten von dort viele Male Funde für die Ausstellung mit.   Dr. Erika Halle,
1. stellv. Vorsitzende
kümmerte sich um die Rahmenbedingungen
der Ausstellung.
  Melanie Jauerning zeigte viel Einsatz bei der Pilzausstellung 2011 in der Kommisse.


 
       
Monika Rotenberg hat den Blick für Raritäten; in den Korb kommen Pilze wie gemalt.
Bei mehreren Ausstellungen wurden auch Ihre Aquarelle gezeigt.

  Apotheker Dr. Henning Roloff engagierte sich 2002 - 2013. Er erteilte Auskünfte über Pilze als Antibiotikabildner, Mutterkorn
und die Alkoholische Gärung.


  Bernd Straube, geprüfter Pilzberater, Ehrenmitglied seit 31.01.2012.
Der gute Biotopkenner präsentierte alljährlich 2001 - 2013 seine prächtigen Funde
in der Ausstellung.
  Sigrid Schramm brachte volle Pilzkörbe aus dem Elm und betreute die Kinder beim Blick durch die Stereolupe.



 
    Herzlichen Dank auch an Familie Goppold, Familie König und alle anderen fleißigen Helfer.      
   

 
Logo für die Pilzausstellungen im Schloss Wolfenbüttel.
Zeichner: Peter Grodde



 

Rückblick auf die Pilzausstellung 2013 - Bühne für die Pilzwelt.
Am Sonntag den 29.09.2013 verwandelte sich der Wintergarten des Hotels Waldhaus in Wolfenbüttel in eine Bühne für die Pilzwelt. Auf drei großen Tischen mit der jeweils entsprechenden Begleitflora wurden Pilzarten
aus dem sauren Nadelwald, dem basischen Buchenwald und dem basischen Mischwald von ihrer schönsten Seite präsentiert. Unter Berücksichtigung der Zuschauerbedürfnisse wurde die Auswahl bewußt auf ca. 100 stattliche bis mittelgroße Arten beschränkt. Interessierte Besucher aus Wolfenbüttel, Braunschweig, Kissenbrück, Schladen , Salzgitter, Goslar, Gifhorn und Ültze wußten das Konzept zu würdigen und verweilten teilweise bis zu drei Stunden in der Ausstellung.
Eine festlich gedeckte Dinnertafel mit Speisepilzen zog die Blicke an; beim Blick durch die Stereolupe eröffnete sich den Gästen ein faszinierender Mikrokosmus; an der Station Alkoholische Gärung gab es einen Einblick in die Lebensweise der Hefepilze; viel Lob gab es für zauberhafte Aquarelle mit zum Thema passenden Motiven; spannende Informationen konnte man auf Lehrplakaten der DGfM lesen; eine kleine Pilzduftstation  lud zum Schnupperkurs ein und an der Station Speisepilze und ihre giftigen Doppelgänger herrschte großer Andrang. Der am häufigsten besprochene Pilz war der Karbolegerling, der in diesen Jahr massenhaft Fruchtkörper hervorbrachte.
Erfreulich-weil neu für die Vereinskartierung-waren der von einer Besucherin im Fümmelser Holz gefundene Fleischrosa Schönkopf, Calocybe carnea und der von Bernd Straube aus der Heide mitgebrachte Vielfarbige Birkenpilz, Leccinum variicolor.

Rückblick: 12. Pilzausstellung des Fliegenpilz e.V.
Am Sonntag, dem 23.09.12 wurden wieder Pilze in allen Variationen präsentiert.
Zur 12. Pilzlehrschau des Vereins durfte man selbstverständlich besondere Attraktionen und Überraschungen erwarten. Pilzfreunden, die ihre Artenkenntnisse zu erweitern wünschten, stand ein reiches Angebot an Anschauungs- und Informationsmaterial zur Verfügung. An diversen Tischen der Ausstellung erteilten Vereinsmitglieder, die sich auf die Themen ihrer Stationen spezialisiert haben, nähere Auskünfte. Einem interessierten Publikum wurde zusätzlich auch Gelegenheit geboten, eigene Funde bestimmen zu lassen.
Bei den bisherigen Pilzausstellungen im Schloss und später in der Kommisse - Wolfenbüttel (bis 2011) waren die Frischpilze nach der populärwissenschaftlichen Systematik angeordnet worden. Im Wintergarten des Hotels Waldhaus wurden nun die Lehrinhalte mit noch mehr Naturnähe vermittelt: In zwei idyllischen Pilzlandschaften wurden Arten, die im sauren Nadelwald  zu finden sind, den Pilzarten gegenübergestellt, die im basischen Buchenwald  vorkommen.


Im kalkigen Laubwald gedeihen zahlreiche Pilzarten. Pilzausstellung 2012


Der Sandige Nadelwald bietet Lebensraum für eine bestimmte Pilzflora. Pilzausstellung 2012

Lebensweise der Pilze
In der Natur bilden Pilze ein eigenes Reich. Sie sind allgegenwärtig und führen ihr Dasein meist im Verborgenen, da sie als Geflecht, dem sogenannten Myzel, im Boden, im Holz oder anderen organischen Substraten leben. Nur wenn sie die optimalen Bedingungen zur Fortpflanzung vorfinden, entwickeln sie Fruchtkörper zwecks Sporenbildung. Was der Sammler als "Pilz" mit Hut und Stiel findet, hat also eigentlich die gleiche Bedeutung in der Pilzwelt wie die Kirsche oder der Apfel für die Obstbäume. 
Symbiosepilze (Mykorrhizapilze) leben in enger Gemeinschaft mit Bäumen und helfen, den Wald gesund zu erhalten. Folgezersetzer (Saprobionten) sind die Saubermänner der Natur - sie zersetzen organische Abfälle und bilden somit ein riesiges Recyclingsystem. Wieder andere betätigen sich als Parasiten, d. h. sie besiedeln lebende Organismen und bringen so meist vorgeschwächte Bäume zu Fall. Mehltaue und Rostpilze leben parasitisch auf Blättern -diese werden hier nicht mit Fotos vorgestellt.


Viele Jahre wurden in den Pilzausstellungen die wichtigsten Begleitbäume mit Beispielen
ihrer Symbiosepilze gezeigt.


Weiße Form des Gelben Knollenblätterpilzes   GIFTIG
Amanita citrina  (Gillet) Rea 1922  var. alba
Symbiont von Rotbuche, Eiche, Birke, Fichte und
Kiefer; in Laub- und Nadelwäldern meist auf
nährstoffarmen Böden.

 
Roter Fliegenpilz                                         GIFTIG
Amanita muscaria (L.) Lam. 1783  var. muscaria
Symbiosepilz von Birke und Fichte.

Gallenröhrling                                   UNGENIEßBAR
Tylopilus felleus  (Bull.) P. Karst. 1881
Symbiosepartner von Fichte, Kiefer, Buche
und Eiche meist auf sauren Böden.
 
Frauentäubling                                         ESSBAR
Russula cyanoxantha  (Schaeff.) Fr. 1863
Symbiosepartner von Rotbuche, Hainbuche, Eiche,
manchmal auch Fichte

Bodenbewohnende Saprobionten:


Violetter Rötelritterling   ESSBAR
Lepista nuda  (Bull.) Cooke 1871
Folgezersetzer auf Streu, erscheint im Laub- und
Nadelwald sowie in Gärten.
  
Orangebecherling    ESSBAR
Aleuria aurantia  (Pers.) Fuckel 1870
Folgezersetzer am Boden.


Stinkmorchel  UNGENIEßBAR
Phallus impudicus  L. 1753
var. impudicus
Durch ihren aasartigen Geruch werden Fliegen
angelockt, die die Sporen verbreiten.
Die Hexeneier der Stinkmorchel gelten als essbar.
 
Schopftintling     ESSBAR
Coprinus comatus  (O.F. Müll.) Pers. 1797
Junge Exemplare mit geschlossenen Hüten sind
essbar. Die Art hat keine besonderen
Bodenansprüche und kommt daher in Wäldern,
auf Wiesen u. in Gärten vor.

Holzbewohnende Saprobionten


Violetter Lederporling    UNGENIEßBAR
Trichaptum abietinum (Dicks.) Ryvarden 1972
Erstbesiedler an totem Nadelholz.

 
Muschelkrempling     UNGENIEßBAR
Tapinella panuoides (Batsch) E.-J. Gilbert 1931
Folgezersetzer an Nadelholz.


Pilzgesellschaft
Dieser Laubholzstubben wird von mehreren Pilzarten
bewohnt, die das Holz mineralisieren
und so zur Bodenfruchtbarkeit beitragen.
 
Gestreifter Teuerling    UNGENIEßBAR
Cyathus striatus (Huds.) Willd. 1787
Folgezersetzer auf morschem Laub- und Nadelholz.

Holzbewohnende Parasiten


Wurzelschwamm     UNGENIEßBAR
Heterobasidion annosum (Fr.) Bref 1888
Parasitisch und saprophytisch an Nadelholz;
gefürchteter Forstschädling in Schonungen.

 
Zottiger Schillerporling    UNGENIEßBAR
Inonotus hispidus (Bull.) P. Karst. 1879
Parasitisch an alten Platanen, Apfelbäumen
und anderen lebenden Laubbäumen.


Krause Glucke       ESSBAR
Sparassis crispa (Wulfen) Fr. 1821
Wurzelparasit an lebenden Kiefern oder
Folgezersetzer an -stubben.

 
Erlen-Schillerporling     UNGENIEßBAR
Mensularia radiata (Sowerby) Lázaro Ibiza 1916
Syn.: Inonotus r.
Parasit an lebenden Erlen oder auch Saprobiont an Erlentotholz.

Speisepilze und giftige Doppelgänger
Aufklärung ist der wichtigste Beitrag zum Schutz vor Pilzvergiftungen.
Fast jeder Speisepilz hat einen giftigen oder ungenießbaren Doppelgänger.
An dieser Station dürfte dem Besucher schnell klar werden, dass beispielsweise
Stockschwämmchen- und Champignonsammler gefährlich leben.

Wussten Sie, dass beide Arten täuschend ähnliche, giftige Doppelgänger haben?
Essbare und giftige Champignonarten teilen sich oft den gleichen Standort.
Beim Sammeln von Champignons besteht Verwechslungsgefahr mit dem
tödlich giftigen Grünen Knollenblätterpilz, Amanita phalloides, seiner ebenso tödlich giftigen Weißen Form, Amanita phalloides var. alba und anderen Knollenblätterpilzarten.


Der giftige Karbolegerling, Agaricus xanthodermus Genev.1876,
riecht unangenehm nach Tinte oder Karbol. Achten Sie auf das bei Verletzungen intensiv chromgelb verfärbende Fleisch der Stielbasis.

 
Der Schafegerling, Agaricus arvensis Schaeff. 1774, wird als ergiebiger Speisepilz geschätzt. Sein Ring bildet beim Aufreißen ein Randmuster wie ein Zahnrad; er riecht nach Anis und gilbt leicht an Druckstellen.


Stockschwämmchen Kuehneromyces mutabilis  (Schaeff.) Singer & A.H. Sm. 1946. Die hier idealtypischen Schüppchen am Stiel sind nicht immer so deutlich erkennbar. Verwechselungsmöglichkeiten mit tödlicher Vergiftungsgefahr: diverse Häublinge um Galerina marginata.
Auch der giftige Grünblättrige Schwefelkopf, Hypholoma fasciculare, weist Ähnlichkeit mit dem Stockschwämmchen auf.

Bei sehr jungen Fruchtkörper des Stockschwämmchens sind die typischen Schüppchen am Stiel häufig noch nicht deutlich ausgeprägt.


 
Die Hüte des Stockschwämmchens erscheinen durch ihre Wasserzügigkeit oft zweifarbig. Die Stiele älterer
Fruchtkörper wie im Bild sind verkahlt.


Der Gifthäubling, Galerina marginata (Batsch) Kühner 1935, wächst sowohl auf Nadel- als auch auf Laubholz und erscheint einzeln oder auch gesellig.
 
Der Gifthäubling enthält Knollenblätterpilzgifte und kann tödlich wirken. Seine Stiele sind silbrig überfasert. Typisch ist sein Mehlgeruch, der aber nicht von jeder Person wahrgenommen wird.

Amanita rubescens Pers. 1797 var. rubescens
Hier sieht man schmackhafte Perlpilze in diversen Entwicklungsstadien. Verwechslungsgefahr besteht mit dem giftigen Pantherpilz, Amanita pantherina, und jungen Fliegenpilzen.
 
Fliegenpilz, Amanita muscaria (L.) Lam. 1783 var. muscaria
Junge Fliegenpilze sehen jungen Perlpilzen recht ähnlich, aber unter den Flocken von jungen Exemplaren ist unter der orangen Huthaut gelbes Fleisch erkennbar.


Der giftige Pantherpilz, Amanita pantherina (DC.) Krombh. 1846  hat eine gerandete Knolle und einen gerieften Hutrand.

 
Pantherpilze
im Jugendstadium wurden schon von Sammlern mit jungen Perlpilzen verwechselt.


Die *Speisemorchel, Morchella esculenta, (L.) Pers. 1801,  hat einen wabenartig-gekammerten Hut. Morcheln haben eine lange Tradition als geschätzte Speisepilze, dennoch kamen schon einige
Vergiftungsfälle mit Störungen im Magen-Darmbereich und neurologischer Symptomatik vor. Diese Thematik steht im weiteren wissenschaftlichem Interesse. Quelle: Prof. Dr. med Siegmar Berndt -DGfM-Toxikologe.
 
Der Hut der Frühjahrs-Giftlorchel, Gyromitra esculenta, (Pers.) Fr. 1849, weist eine hirnartig-gewundene Struktur auf.






An der Station  Speisepilze und giftige Doppelgänger beantwortet der geprüfte Pilzsachverständige Klaus Bornstedt die Fragen der Ratsuchenden. Pilzausstellung Oktober 2013

Pilze und Kunsthandwerk


Wolle und Seide mit Pilzen gefärbt. Attraktive kunstgewerbliche Objekte wurden 2005 angeboten.

       

Mit Inhaltsstoffen aus Kahlem Krempling, Hautköpfen, Zimtfarbenem Weichporling u.a. Arten lassen sich warme Töne erzielen.

An der Station "Alkoholische Gärung" wird die wichtige Rolle von Hefepilzen demonstriert.


Dr. Henning Roloff - der kompetente Ansprechpartner für den interessierten Besucher.

        
Mikroskopische Aufnahme von
Saccharomyces cerevisiae  Meyen ex E.C. Hansen 1883, Back-und Brauhefe. Vergrößerung 1:1000, Präparation in Wasser.
An diesen Zellkolonien hängt ein
ganzer Wirschaftszweig. Die Herstellung von
Brot, Wein und Bier wäre ohne sie nicht möglich.
 
Pilze - Fluch und Segen der Menschheit -in die Station "Alkoholische Gärung" integriert.
Muttergottesbrand, Magdalenenflechte, Antoniusfeuer – diese Namen deuten darauf hin, dass man früher eine Krankheit, deren eigentliche Ursache eine Pilzvergiftung ist, höheren Mächten zuschrieb. Die Eingeweihten ahnen schon, dass vom Mutterkorn, einem Getreideparasiten,
aus dem auch ein Heilmittel gewonnen wird, die Rede ist. Mit Ausschnitten aus dem Isenheimer Altar wird der Blick der Besucher angezogen.

   
Pilze und Naturschutz
Nicht in jedem Gebiet ist es erlaubt Pilze zu sammeln. Außerdem sind einige Arten streng geschützt. Es fehlen daher auch nicht wichtige Hinweise auf Naturschutz, Sammelverbote und -beschränkungen. Pfifferlinge beispielsweise sind seit Jahren rückläufig. Sie dürfen nur in kleinen Mengen für den Privatbedarf gesammelt werden,
wie es auch für Steinpilze gilt.
  Allgemein sollten Pilze mindestens 20 Minuten durchgegart werden. Zu den extrem wenigen Arten, die man roh verzehren darf, gehören junge Steinpilze - wie hier in hauchfeine Scheibchen gehobelt als Carpaccio zubereitet. Da jedoch alle Pilze Chitin enthalten, sind sie schwer verdaulich; daher sollte man sich besonders beim Genuss von Steinpilzcarpaccio auf kleine Portionen beschränken

 

Pilze und deren Haltbarmachung, Pilzrezepte
Durchaus nicht zu kurz kommen die kulinarischen Aspekte. Man kann sich über Zubereitung und Konservierung der verschiedenen Arten informieren und zu neuen Rezepten anregen lassen. Im Herbst 2007 wurde von der Arbeitsgruppe Hartmut Buttler, Jochen Dreyer, Brigitte Ostolski, Peter Rönneburg, Christine Wolf u.a. der 2. Band des Vereins-Kochbuches fertiggestellt

 

2013 Wintergarten Hotel Waldhaus. Hier werden Speisepilze zur Geltung gebracht.
 
Hotel Waldhaus 2012, geschmackvolle Inszenierung in dezenten Farben von Frau J. Müller.

Festtafel 2007, Schloss Wolfenbüttel, in Fliegenpilzfarben. Auf dem Tisch verbirgt sich ein Pilzrätsel für Kinder.
 
Festtafel 2008, Schloss Wolfenbüttel. Alljährlich wechselt die Dekoration.


10. Pilzausstellung des Fliegenpilz e.V. , Kommisse Wolfenbüttel, Festtafel mit Speisepilzen.


5. Pilzausstellung des Fliegenpilz e.V. 24.09.2005, Festtafel mit Speisepilzen, Schloss Wolfenbüttel,
Renaissancesaal, Foto: Roman Jendroska.

  Im Reich der Düfte, an dieser Station darf geschnuppert werden.

Viele Besucher, die bis jetzt nur den typischen Geruch von Steinpilzen und Maronenröhrlingen kennen, werden je nach aktuellem Pilzaufkommen, erstaunt über den Marzipangeruch des Wurzelnden Fälblings, den Rettichgeruch diverser Helmlinge oder den Anisduft verschiedener Champignons und mehrerer Trichterlinge sein. Auch Geruch nach Gurke, Knoblauch, Maggi, Kartoffelkeimen und Orangenblüten kommt bei manchen Pilzen vor.
Es besteht die Möglichkeit Duftmuster zu testen.

Der Große Duftmilchling, Lactarius mammosus,
riecht nach Kokosflocken.

 
Rettichgeruch kommt im Pilzreich häufig vor,
so auch bei dem Rosa Rettichhelmling, Mycena rosea.


Pilze unter der Stereolupe - bei allen Pilzausstellungen wurde dieses Angebot gemacht.
Eine faszinierende Welt eröffnet sich vor allem jungen Besuchern beim Blick durch die Stereolupe, wo sich mancher unscheinbarer Pilz als wahre Naturschönheit erweist.

 
Pilzberatung
Mitgebrachte Eigenfunde konnten sich die Besucher der Pilzlehrschau bestimmen lassen. Der begehrte Steinpilz (Foto) hat einen ungenießbaren Doppelgänger nämlich den Gallenröhrling
(Foto weiter oben).


Vorbereitungsabend der Pilzausstellung 2007, Klaus Wöldecke,(links) zeigt am Porlingstisch
im Gespräch mit Hartmut Buttler auch zu später Stunde volle Begeisterungsfähigkeit.

Pilze aus der Sicht der Forstwirtschaft
Wohl eher für Forstleute interessant dürften die Beispiele für Braun- und Weißfäuleerzeuger gewesen sein,
wie sie bis zur Pilzlehrschau 2011 alljährlich vorgestellt wurden.


Pilzausstellung 15.10.2006. Private
Fliegenpilzsammlung von Hans und Birgitt Manhart.

 
Dekoration 2007: die Moose und Flechten
stammen von einem Privatgrundstück.


Blätterpilze in der populärwissenschaftlichen
Systematik, Kommisse 2010.
 
Der Pfefferröhrling, Chalciporus piperatus,
ist in geringen Mengen als Würzpilz verwendbar.

Sommersteinpilz                                       ESSBAR
Boletus reticulatus  Schaeff. 1774
Der Stiel des Sommersteinpilzes weist eine vollständige Netzzeichnung auf. Das Netz ist cremeweiß auf hellbraunem Grund.
 
Sommersteinpilz                                       ESSBAR
Boletus reticulatus  Schaeff. 1774
Das ehemals helle Netz kann bedingt durch Trockenheit braun werden.


Maronenröhrling                   ESSBAR
Boletus badius  Fr. 1832, Syn.: Xerocomus b.
Der Maronenröhrling blaut sehr stark.
Junge Exemlare kann man mit dem Steinpilz,
aber auch mit dem Gallenröhrling verwechseln.
 
Blutroter Röhrling                                   ESSBAR
Xerocomellus rubellus  (Krombh.) Šutara 2008  
Syn.: Xerocomus rubellus

Organisation der Kurse bis 2007 - 2011, Text, Fotos: Marion Franke-Sochacki

Fortgeschrittenenseminare mit Dr. Lothar Krieglsteiner

Pressetext erschienen im Wolfenbüttler Schaufenster am 08.06.11
                                                  Botanikkurs im Hotel Waldhaus
Vom 06. - 08. 06. 11 findet in den gemütlichen Räumen des Hotels Waldhaus der Pflanzenbestimmungskurs statt, auf den sich die Mitglieder des Vereins Fliegenpilz schon lange gefreut haben. Seminarleiter Dr. Lothar Krieglsteiner aus Schwäbisch Gmünd ist den Wolfenbüttler Pilzfreunden von zahlreichen Fortbildungsveranstaltungen wohlbekannt. Durch seine umfangreichen wissenschaftlichen Publikationen mit überwiegend pilzkundlicher Thematik hat sich der Diplombiologe längst in Fachkreisen weit über die Landesgrenzen hinaus höchste Anerkennung erworben und hält die Balance zwischen Forschung und Lehrtätigkeit.
Im theoretischen Teil des aktuellen Botanikkurses werden die fünfzehn wichtigsten Pflanzenfamilien mit ihren Merkmalen vorgestellt: So besitzen z.B. die Arten aus der Familie der Lippenblütler vierkantige Stengel, zweiseitig-symmetrische Blüten und sind reich an ätherischen Ölen, wie Bohnenkraut, Lavendel, Majoran, Melisse, Minze, Thymian u.a..
Spannung versprechen auch die Exkursionen, bei denen Pflanzen gesammelt, erklärt und später unter Anleitung des Seminarleiters oder auch selbstständig bestimmt werden. Um eine möglichst große Artenvielfalt zu gewährleisten, führen die Wanderungen in so unterschiedliche Lebensräume wie das Fümmelser Holz, in die Okeraue, auf den Öselberg und auch zu einem Feldrain.
Einer der Gründe der Unverzichtbarkeit botanischer Kenntnisse für passionierte Hobbypilzkundler sind sogenannte Zeigerpflanzen, die Aufschluss über Feuchtigkeit sowie Säure- und Nährstoffgehalt der verschiedenen Böden geben. Erweitertes ökologisches Wissen, ermöglicht das gezielte Aufsuchen der Gebiete, in denen man oft interessante biotoptypische Pilzarten erwarten kann.
Zur freundlichen Atmosphäre, in der das Seminar verläuft, leistet auch die Inhaberin des Hotels Waldhaus, Jeannette Müller mit ihrem motiviertem Team einen von allen Teilnehmern geschätzten Beitrag.
Vereinstreffen des Fliegenpilz e.V. jeden 1. und 3. Dienstag im Monat ab 19.00Uhr
Nächster Kurs mit Dr. Lothar Krieglsteiner: „Aktuelle Pilze und Ökologie“ - 01.bis 05. 08. 11
im Hotel Waldhaus, Adersheimerstr.75, Wolfenbüttel
Text: Marion Franke-Sochacki

Kurs in Wolfenbüttel vom 20. - 22. September 2010
Aktuelle Pilze und Diavortrag "Zeigerpilze für Standorte"
Veranstaltungsort: Hotel Hintze, Wolfenbüttel-Wendessen

Intensivkurs-Täublinge 11. - 13. September 2009
Exkursionen, Vorstellung der Sektionen, Arbeitsmethoden.
Verranstaltungsort: Harzstraße 22, 38300 Wolfenbüttel (Vereinsgeschäftsstelle) 11.09.09: 10 - 17 h; 12.09: 9 - 18 h; 13.09.; 9 - 14 h

Rückblick auf den Kurs in Wolfenbüttel vom 12. - 14. September 2008
Trotz der Trockenheit konnten während der Exkursionen an den Vormittagen erfreuliche Funde gemacht werden.
Im Feld angesprochen und später erläutert wurden auch Rost- und Brandpilze, sowie kleinste Ascomyceten und
einige Myxomyceten, die die Kartierung bereicherten.

Begangen wurden:
12. 09. Lechlumer Holz, basischer Buchenmischwald,
TK 25 3829/1 MF 8
13. 09. Harly, Bärental, Weg zum Schacht 3, thermophile Eichen-Hainbuchenhänge,
TK 25 4029/1 MF 7
14. 09. Wolfenbütteler Stadtpark, Altbaumbestand,
TK 25 3829/1 MF 13
Seligerpark, Altbaumbestand mit zahlreichen Exotengehölzen,
TK 25 3829/1 MF 12.
Intensive Arbeitsatmosphäre herrschte nach den Exkursionen im Seminarraum, wo der Gastreferent die Funde
nochmals vorstellte und den Kursteilnehmern die mikroskopischen Merkmale einiger Pilzarten demonstrierte.


Rückblick auf den Kurs in Wolfenbüttel vom 21. - 23. September 2007
Insgesamt 300 Pilzarten wurden an den Vormittagen im Feld angesprochen und nachmittags nochmals ausführlich mit ihren makroskopischen,- teilweise auch mikroskopischen Merkmalen vorgestellt.
Da zahlreiche Risspilze aufgefunden wurden, erhielten die Teilnehmer einen Einblick in die Differenzierung der diversen Sektionen der Gattung Inocybe. Auch an biochemischen Erläuterungen zu einigen besonders interessanten Pilzarten ließ es der Gastreferent nicht fehlen.
Exkursionsgebiete :
1)TK 25 3829/1 MF3 und 4
Lechlumer Holz/ basischer Buchenmischwald.
2)TK25 4029/1 MF14
Harlyberge/ thermophile Eichen- Hainbuchenwälder, Süd- und Südosthänge.
3)TK25 3729/4 MF3
Herzogberge (langjähriges Truppenübungsgelände, erst seit wenigen Jahren öffentlich zugängig, daher noch geringe Düngemittelbelastung)
Eichen- Hainbuchenmischwald, z. T. kalkiger Untergrund.
4)TK 25 3829/4 MF 6   Öselberg/ Heide über Kalk.

Folgende belegte Funde wurden aus Zeitmangel während des Seminars erst nachträglich von Dr. Krieglsteiner bestimmt:
am 21.9.07: Camarophyllopsis atropunctata, C. foetens, C. micacea, C. phaeophylla (wohl konspezifisch mit atropunctata), Clavulinopsis laeticolor, Conocybe subnuda, Dermoloma cuneifolium, Geoglossum cookeianum, Lindtneria trachyspora, Pluteus exiguus.
Wie gewohnt beantwortete Dr. Krieglsteiner souverän alle Fragen und hielt die Balance zwischen den unterschiedlichen Kenntnisständen der Kursteilnehmer. Auch Sonderwünsche, wie z.B. Fotobestimmung und Ergänzungen zur Kartierung wurden erfüllt.
So erneuerte der Gastreferent die Sympathien bei den altbekannten Pilzfreunden und erwarb sich den uneingeschränkten Respekt auch der Teilnehmer, die Ihn an diesem Septemberwochenende erstmalig kennengelernt hatten.
Einschlägige Meinung über das Seminar: Unbedingt wiederholungswürdig!


  Dr. Lothar Krieglsteiner (3. von links hinten) mit Kursteilnehmern


Text, Fotos: Marion Franke-Sochacki

Gehölze im Winterzustand, 29. 01. und 12. 02. 2008
Referent: Dr. Dietrich Lesemann

Seit seinem Vereinsbeitritt im Herbst 2007 nehmen die "Fliegenpilze", wenn es um botanische Fragen
geht, gern die Beratung von Dr. D. Lesemann in Anspruch.
Sein Kurs "Gehölze im Winterzustand" war eine Bereicherung des Weiterbildungangebots,
auf das viele schon lange gewartet hatten.
Gerade im Winter ist es bei den pilzkundlichen Kartierungen oft nicht einfach, auch die Substrate näher zu bestimmen, so bestand für diesen Kurs ein echter Bedarf.
An den zwei Terminen fand jeweils vormittags eine Exkursion statt, abends wurde die Thematik beim Vereinstreffen wiederholt und vertieft.
Insgesamt wurden etwa 30 einheimische Gehölze vorgestellt.
    Hauptmerkmale für die Bestimmung von Laubgehölzen im Winter sind:
A) Knospenstellung, wobei hier primär zwischen "wechselständig" und "gegenständig" differenziert wird.
    Weiterhin wurden rankende Pflanzen sowie dornen- bzw. stacheltragende Gehölze besprochen.
B) Knospenstruktur,
   - gestielt oder ungestielt,
   - Knospenschuppen vorhanden oder nicht,
   - Anzahl der Knospenschuppen,
   - Behaarung der Knospen,
   - Blattnarbe unter der Knospe oder um die Knospe herum
C) Weitere vielfältige Merkmale
   z.B. Größe, Form, Farbe der Knospen, Knospenhäufung zum Zweigende, Drüsen, Pusteln, Lentizellen.
D) Farbe und Struktur der Rinde
Die Kursteilnehmer hatten sehr unterschiedliche botanische Vorkenntnisse. Allen kam die
bemerkenswerte Geduld des Referenten zugute, mit der die Lehrinhalte vermittelt wurden.


Von links: R. Jendroska, P. Rönneburg, M. Rotenberg, S. Schramm (Schriftführerin), Dr. D. Lesemann, B. Ostolski (Kassenwartin), Dr. E. Halle (2.Vorsitzende), T. Vollmar (Kassenprüferin)

Oberflächliche Stammstrukturen heimischer Waldbäume, sowie einiger Park- und Gartengehölze.
(Darstellung nicht immer maßstabgerecht in Relation der Bildmotive zueinander.)
Bei der ökologischen Pilzkartierung werden u.a. die Begleitbäume von Mykorrhizapilzen, die
Wirtsbäume von parasitisch lebenden Pilzarten und die Substratgehölze von Saprophyten
vermerkt. Da die diversen Mykorrhizen meist eine spezielle Gruppe von Baumarten favorisieren
und die Parasiten/Saprophyten jeweils ein bestimmtes Wirtsspektrum aufweisen, ist die
Kenntniss der Gehölze oft hilfreich bei der Bestimmung der Pilzart.

     
Roteiche
Quercus rubra  Ø 40cm
  Stieleiche
Quercus robur  Ø 30cm
 
Schwarzerle
Alnus glutinosa  Ø 30cm
  Schwarzerle
Alnus glutinosa,  Doppelstamm
 
Birke
Betula spec.[nbsp Ø 40cm
  Ulme
Ulmus spec.  Ø 25cm
 
Hainbuche
Carpinus betulus  Ø 30cm
  Hainbuche-Form Schneitelbuche
Carpinus betulus  Ø 100cm
 
Holunder
Sambucus nigra  Ø 100cm
  Holunder
Sambucus nigra  Ø 10cm
 
Speierling
Sorbus domesticus  Ø 30cm
  Eberesche
Sorbus aucuparia  Ø 15cm
 
Weißdorn
Crategus spec.  Ø 10cm
  Schlehdorn
Prunus spinosa  Ø 7cm
 
Traubenkirsche
Prunus padus  Ø 20cm
  Vogelkirsche
Prunus avium  Ø 60cm
 
Apfelbaum
Malus domesticus  Ø 20cm
  Hauspflaume
Prunus domesticus Ø 35cm
 
Birne
Pyrus spec.  Ø 70cm
  Sauerkirsche
Prunus cerasus  Ø 10cm
 
Quitte
Cydonia oblonga  Ø 10cm
  Quitte
Cydonia oblonga  Ø 20cm
 
Zitterpappel
Populus tremulus  Ø 20cm
  Hybrid-Pappel
Populus X canadensis  Ø 90cm
 
Graupappel
Populus canescens  Ø 30cm
  Trauerweide
Salix alba var. tristis  Ø 30cm
 
Hasel
Corylus avellana  Ø 6cm
  Kornelkirsche
Cornus mas  Ø 6cm
 
Bergahorn
Acer pseudoplantanus  Ø 40cm
  Spitzahorn
Acer platanoides  Ø 30cm
 
Rotbuche
Fagus sylvatica  Ø 90cm
  Feldahorn
Acer campestre  Ø 20cm
 
Esche
Fraxinus excelsior  Ø 30cm
  Linde
Tilia spec.  Ø 35cm
 
Rosskastanie
Aesculus hippocastaneum  Ø 120cm
  Rosskastanie
Aesculus hippocastaneum  Ø 90cm
 
Stechpalme
Ilex aquifolium  Ø 15cm
  Robinie
Robinia pseudoacacia  Ø 20cm
 
Walnuss
Juglans regia  Ø 65cm
  Flieder
Syringa vulgaris Ø 10cm
 
Gewöhnliche Platane
Platanus X acerifolia  Ø 80cm
  Eßkastanie
Castanea sativa  Ø 20cm
 
Sanddorn
Hippophae rhamnoides Ø 10cm
  Goldregen
Laburnum spec.  Ø 12cm
 
Schwarzkiefer
Pinus nigra  Ø 50cm
  Waldkiefer
Pinus sylvestris  Ø 30cm
 
Weymouthskiefer
Pinus strobus Ø 60cm
  Gemeine Fichte
Picea abies Ø 30cm
 
Eibe
Taxus baccata  Ø 20cm
  Ginkgobaum
Ginkgo biloba  Ø 100cm
 
Europäische Lärche
Larix decidua  Ø 30cm
  Hybridlärche
Larix X eurolepis Ø 70cm
 
Zeder
Cedrus spec.  Ø 60cm
  *Gemeiner Wacholder(F: M. Rotenberg)
Juniperus communis  Ø 13 cm

Pressetext erschienen Sonntag 06. April 2014 im Wolfenbütteler Schaufenster

Pilzkunde in und um Wolfenbüttel

Laut einstimmigem Beschluss seiner außerordentlichen Mitgliederversammlung am 25.02.14 im Hotel Waldhaus wurde der Verein Fliegenpilz, Freizeit & Bildung e.V. zum 26.02.14 aufgelöst. Für den kleinen Kreis der Pilzfreunde war die Rechtsform eines eingetragenen Vereins auf Dauer mit zu hohem Verwaltungsaufwand verbunden. Die Stimmung dieser Veranstaltung war aber durchaus nicht bedrückt, denn der Abschied bedeutete auch gleichzeitig einen Neuanfang. Fliegenpilz, Myko-AG im Wolfenbütteler Land ist eine informelle mykologische (pilzkundliche) Arbeitsgruppe, die aus aktiven ehemaligen Mitgliedern des Fliegenpilz, Freizeit & Bildung e.V. besteht. Dabei handelt es sich jedoch nicht um den Rechtsnachfolger des aufgelösten Vereins. Die pilzkundliche Arbeit wird in konzentrierter Form fortgesetzt.

Pilze sind ein sensibler Indikator für die Naturnähe unserer Wälder und Wiesen. Viele auf Altbäume, Feuchtgebiete und Magerrasen spezialisierte Arten sind in ihrem Bestand gefährdet. Naturschutz ist immer auch Pilzschutz und es gilt auch die umgekehrte Schlussfolgerung. In diesem Bewusstsein möchte sich die Myko-AG engagieren und weiterhin schwerpunktmäßig die Biotope des Landkreises Wolfenbüttel, sowie benachbarte Gebiete bei Kartierungsexkursionen erforschen. Darüber hinaus soll mit Vorträgen ein Angebot zur Erwachsenenbildung und mit Pilzberatungen ein Beitrag zur Vermeidung von Vergiftungen geleistet werden.

Neben den Tieren und Pflanzen bilden Pilze ein eigenes Reich. Sie leben als Geflecht im Boden, z.T. in Symbiose mit Bäumen, im Holz oder anderen organischen Substraten. Nur unter den jeweils optimalen Bedingungen bringen sie Fruchtkörper hervor, deren Erscheinungszeit oft sehr kurz ist. Abgesehen von einigen Holzbewohnern, die mehrere Jahre alt werden können, erscheinen die Fruchtkörper vieler Arten saisonal regelmäßig, aber nur für wenige Tage oder Wochen. Andere Arten können jahrelang ausbleiben. Daher zählt Pilzkartierung nach der Erfahrung von Jahrzehnten. Wann erscheint auf dem Ösel der Runzelige Samtritterling? Wo stehen die hohlen Hainbuchen, in denen Fledermäuse wohnen und die auch vom Wulstigen Lackporling besiedelt werden? Welche Pilze schmücken die Rasenflächen im Stadtgebiet Wolfenbüttel ? Wenn man seit dem Jahr 2004 regelmäßig in unserem schönen Hügelland kartiert, stellen sich solche Fragen nicht mehr. Dennoch sind einige Gebiete unzureichend bearbeitet und es sind noch viele Überraschungen zu erwarten.

Text: Marion Franke-Sochacki


Rückblick auf das Programm des Fliegenpilz e.V.
für das 1. Quartal 2014

    Dienstag 28.01., 19 Uhr: Mitgliederversammlung

     Dienstag 04.02., 19 Uhr: Wissenstest mit Hartmut Buttler

     Dienstag 18.02., 19 Uhr: Arbeiten mit Pilzsteckbrief mit Sigrid Schramm

     Dienstag 25. 02.; 19 Uhr: Außerordentliche Mitgliederversammlung
                                                  Einstimmiger Beschluss zur Auflösung des Fliegenpilz,
                                                  Freizeit & Bildung e.V. zum 26.04.2014
                                                  Zur Liquidatorin wird Dr. Erika Halle
                                                  (bis dahin Stellvertr. Vorsitzende des Vereins) bestellt
       
     Dienstag 04.03., 19 Uhr: Frischpilzbestimmung in Kleingruppen mit
                                         Hartmut Buttler, bzw. Marion Franke-S.
                                           

     Dienstag 18.03., 19 Uhr: Frischpilzbestimmung in Kleingruppen Hartmut Buttler,
                                          Marion Franke-Sochacki  bzw. Sigrid Schramm
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     Dienstag 01.04., 19 Uhr: Bildvortrag " Büschelig wachsende braune Pilze"
                                          mit Klaus Bornstedt
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Eindrücke vom Besuch am 15.06.2013 im Archäologie- u. Landschaftspark Kaiserpfalz Werla.

 


Auf den originalen Grundmauern rekonstruiertes 
Torhaus der Burganlage - so wird Geschichte 
visualisiert. Die früher strategisch günstige
Lage wird von heutigen Besuchern als sehr
idyllisch empfunden. Im Hintergrund zu sehen:
Der Brocken, die höchste Erhebung im
Nationalpark Harz.


 


Frank Oesterhelweg, 1. Vorsitz. vom Förderverein
"Archäologischer Park Kaiserpfalz Werla"
erläutert den Teilnehmern vom Fliegenpilz e.V.
im Rahmen seiner Führung die Historie der
bedeutenden mittelalterlichen Pfalz. Im Hintergrund
liegt Werlaburgdorf vor dem südl. Oderwald.
Zum Abschluss der gelungenen Veranstaltung
gibt es Gelegenheit, sich beim Picknick auf dem
aufgestockten Fundament eines ehemaligen
Hauptgebäudes zu stärken.

 
2004 Seit Vereinsgründung hat die
Weihnachtsfeier zum Jahresausklang Tradition.
 
2002 Großer Auftritt von Bernhard Weber.

 
*2012 Das alljährliche Picknick im Lechlumer Holz
am Nordrand von Wolfenbüttel erfreut sich
großer Beliebtheit.
 
*2012 Juli - am Picknickplatz


  Picknick Juli 2011- Trotz der
hochsommerlichen Witterung wurden
bei Kurzexkursionen in die Umgebung
manchmal interessante Pilze gefunden.
   
 *Oktober 2012
 Pilzwochenende Bremer Teich,
 Nähe Quedlinburg. Ein Teil der Gruppe
 ist noch bei der Lagebesprechung,
 bevor man zur Pilzsammeltour startet.
  Fotoquellen: *Sigrid Schramm

 

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